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Wie Du Deinen inneren Schweinehund zum Tanz bittest

Jobwelt-Coaching #blog

Würde man den Verfechter von Bequemlichkeit und Faulheit als Verbrecher sehen, wäre er der meist gesuchteste Kriminelle weltweit. Tag für Tag bringt er Leute um ihre Ziele und Vorhaben, setzt Fristen immer wieder nach hinten, lässt Menschen an sich selbst zweifeln und immer wieder mit sich hadern. Wo gestern noch Pläne waren, setzt er Ausreden und Entschuldigungen. Auch Du kennst ihn bestimmt von irgendwoher. Vielleicht hast Du ihn im Rahmen einer Seminarübung sogar schon Gesicht und Namen gegeben: Dem inneren Schweinehund!

Schon ewig nimmst Du Dir vor, jetzt endlich mit dem Abnehmen zu beginnen. Doch heute ist es zu kalt, morgen zu warm und übermorgen hast Du sowieso keine Zeit. Zum gesunden Kochen fehlen Dir die Rezepte, die Zeit und außerdem ist gesund so teuer. Du würdest Dich so gern beruflich verändern. Doch es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, es wird doch bestimmt auch wieder besser und Du musst einfach gar nichts tun. Am besten Du wartest ab und trinkst Tee, das ist nicht so anstrengend, wie einen Teil des Lebens umzukrempeln.

Vielleicht möchtest Du auch mit dem Rauchen aufhören? Doch so schlimm ist es doch gar nicht, das Rauchen hat Deine Gesundheit noch nicht beeinflusst. Du willst erst warten, bis Silvester ist. Dann kannst Du all Deine Vorsätze, die sich über's Jahr angesammelt haben, auf einmal umsetzen. Oder so ähnlich. Du würdest so gern Geld sparen. Doch vorher willst Du Dir noch dieses neue Tablet gönnen. Und eventuell auch noch die Uhr, die so gut zu Deiner Uhren-Sammlung passt.

Die letzten beiden Absätze haben etwas gemeinsam. Und was genau? Sie sind nicht nur beide voller Ausreden, sondern sie teilen sich auch einen Verursacher: Den inneren Schweinehund. Er schleicht sich nachts heimlich in Dein Gehirn, um Dir Flausen in den Kopf zu setzen. Er bestärkt Dich in Deinen Ausreden, warum Du etwas, was Dir eigentlich guttun würde, doch nicht machen sollst oder brauchst. 1000 Gründe flüstert er Dir plötzlich ins Ohr, warum nicht, anstatt Dich zu bestärken, warum Du Deine Vorhaben nicht erreichen kannst.

Es gibt einige Fakten über ihn, mit denen man ihm begegnen kann. Wenn man ihn einmal entlarvt hat, ist er gar nicht mehr so mächtig. Was kann man also über diesen allgegenwärtigen Schweinehund sagen?

Er mag keine Konsequenz!


Es ist ihm ein Gräuel, wenn man seine Vorhaben einfach umsetzt. Ohne nachdenken, ohne andere Optionen in Erwägung zu ziehen, ohne abwägen von Für und Wider. Das bedeutet für Dich, dass Du Dir am besten Deine Ziele notierst und Tag für Tag die gleichen Schritte setzt, um Dein Ziel zu erreichen. Umso besser Du die ersten Schritte eingelernt hast, desto mehr kannst Du mit der Zeit hinzunehmen. Es ist wie eine Choreographie beim Tanzen. Das wird dem Schweinehund gar nicht gefallen und er wird sich nicht mehr sicher sein, mit welcher Ausrede er Dich schnellstmöglich kriegen kann.

Er mag keine Routine!


Und so kommen wir auch schon zum nächsten Punkt. Routinen erleichtern uns das Leben und lassen uns weniger zweifeln oder nachdenken. Oder denkst Du jedes Mal auf's Neue darüber nach, was Du machen musst, damit Du Dein Gleichgewicht beim Rad fahren halten kannst? Du hast Dieses Szenario immer und immer wieder eingeübt, bis Du es beherrscht hast. Was sollte Dir also Dein Innerer Schweinehund entgegenhalten, wenn Du etwas eingelernt hast? Würde Dich verunsichern, wenn er Dir sagen würde, dass Du es morgen sicher nicht wieder schaffst, mit dem Rad zu fahren? Natürlich nicht, weil Du ja weißt, dass Du es kannst. Er hat also keine Macht über Dich. Genauso wird es bei allem, was Du routiniert beherrscht. Auch das Nein-Sagen und den Verzicht auf schlechte Gewohnheiten.

Er ernährt sich von faulen Ausreden!


Wie schon eingangs erwähnt, liebt er Ausreden und Entschuldigungen. Wenn er Dich schon damit vollstopfen will, sei doch Du klüger und gehe nicht darauf ein. Lass Dich nicht auf den inneren Dialog mit Deinem Schweinehund ein. Sage ihm "Stopp", lenke Deine Gedanken auf andere Dinge, besonders auf Deine Ziele und was Du Dir vorgenommen hast!

Er hasst den "inneren Ausdauersportler"!


Es gibt in Dir nicht nur faule Ausreden und Entschuldigungen, sondern auch genau das Gegenteil: Motivation, Antrieb, Freude und Entschlossenheit. Lasse Deinen inneren Ausdauersportler in den Ring gehen mit Deinem Schweinehund. Mache es Dir zur Gewohnheit, die Beiden gegeneinander antreten zu lassen. Es darf nicht passieren, dass Dein Schweinehund über Dich bestimmen kann, ohne auf Gegenwehr zu stoßen!

Der innere Schweinehund lässt sich gerne von fremden Schweinehunden anstecken!


Kennst Du auch Menschen, die in allem nur das Negative sehen und sich täglich in einem Vollbad voll Ausreden suhlen? Lass die Finger von ihnen und suche Dir motivierte Menschen, die Dich im Leben weiterbringen. Denn mit einer schlechten Lebenseinstellung kann man andere über Kurz oder Lang schnell anstecken und das ist natürlich eine Bestärkung für Deine innere Demotivation.

Er freut sich, wenn Du aufgibst!


Nichts ist ihm lieber, als Dich verlieren zu sehen. Das willst Du bestimmt nicht zulassen. Stelle Dir vor, eine Person in Deinem Umfeld würde sich das sehnlichst wünschen. Würdest Du ihr diesen Gefallen tun? Natürlich nicht. Wenn doch, dann solltest Du Dir ein positiveres Mindset zulegen.

Er mag es nicht gerne, wenn man ihn aufmalt und personifiziert!


Vielleicht warst Du schon Mal in einem Seminar und hast diese Übung bereits gemacht: Den inneren Schweinehund aufzeichnen, ihn personifizieren, ein Gesicht und einen Namen geben. Das hat den Vorteil, dass Du ihn, immer wenn er auftaucht, beim Namen nennen und direkt ansprechen kannst. Wie einen alten Vertrauten. Probiere es einfach aus!

Er versteckt sich gerne in Krisenzeiten!


In Zeiten, in denen es Dir nicht so gut geht, bist Du besonders anfällig für ihn. Da bist Du ohnehin schon geschwächt und anfällig für ihn. Versuche trotzdem, fokussiert auf Dich und Deine Ziele zu bleiben, auch wenn es Dir schwerer fällt als sonst.

Solltest Du also wieder Mal Deinem inneren Schweinehund begegnen, zeige ihm den Weg zu Tür. Für Dich, Deine Ziele und nicht zuletzt: Für ein gutes Berufsleben.

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